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ver.di-Vertrauensleute von E.ON und UNIPER treffen sich in Klardorf

Energiewirtschaft

ver.di-Vertrauensleute von E.ON und UNIPER treffen sich in Klardorf

„Solidarität, Vielfalt und Gerechtigkeit war das Motto am gestrigen 1. Mai. Damit wollen wir unsere gewerkschaftliche Arbeit bei E.ON und UNIPER aber auch bei PreussenElektra, TenneT und den Verbundunternehmen in diesem Jahr ausrichten“ erklärt Lothar Haberzeth (Sprecher der ver.di-Vertrauensleute) bei der Eröffnung der Tagung. „Gemeinsam sind wir stark!“ bringt es Hartmut Veitengruber (Bezirksgeschäftsführer ver.di Niederbayern) auf den Punkt. Veitengruber verweist auf die starken Mitgliederzuwächse der versammelten Unternehmensbereiche im Rahmen der letzten Monate. „Gewerkschaften sind nur so stark, wie ihre Mitglieder sie machen!“

Rund 80 gewerkschaftliche Vertrauensleute, Betriebsräte und Mitglieder von Jugend- und Auszubildendenvertretungen aus ganz Bayern waren der Einladung der beiden ver.di-Bezirke Niederbayern und Oberpfalz am 2. Mai 2018 in das Turmrestaurant Obermeier nach Klardorf gefolgt.

Albert Zettl (Konzernbetriebsratsvorsitzender E.ON SE) gab einen umfassenden Einblick in die wirtschaftliche Entwicklung des E.ON-Konzerns und die daraus resultierenden Fragen aus Sicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Konzern. Nach den erfolgreichen Tarifverhandlungen Anfang diesen Jahres, mit deutlichen Einkommenssteigerungen für die Tarifbeschäftigten und Auszubildenden der Tarifgemeinschaft Energie bestimme aktuell der Innogy-Deal zwischen E.ON und RWE die Diskussionen auf Konzernebene.

Gerald Humpel (Mitglied des Konzernbetriebsrats der UNIPER SE) erläutert die aktuellen Herausforderungen der konventionellen Energieerzeugung in Deutschland aus Sicht der Arbeitnehmervertretung von UNIPER. Nach wie vor sei es auch in Zeiten der Energiewende dringend geboten, die konventionelle Erzeugungsleistung mit Gas und Kohle als Back-up zur Stabilisierung des Stromnetzes vorzuhalten. Darüber hinaus seien die bayerischen Wasserkraftwerke eine tragende Säule des deutschen Erzeugungsgeschäfts von UNIPER.

Die erfolgreiche Tarifarbeit von ver.di für die E.ON- und UNIPER-Beschäftigten sowie die bevorstehenden Aufgaben in der Tarifarbeit der Energiewirtschaft beleuchtete der Tarifsekretär der ver.di-Bundesverwaltung für die Energiewirtschaft, Stefan Najda. Auch der aktuelle Innogy-Deal spielt dabei eine Rolle. „Wir wollen die Tarifbedingungen für die Beschäftigten von E.ON und RWE/Innogy sichern und für die Sicherung von Arbeitsplätzen kämpfen!“ erklärt Najda unter großem Beifall der Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern.

Alexander Gröbner (Geschäftsführer ver.di Bezirk Oberpfalz) betont: „Die Erfolge in diesem Jahr waren nur möglich, weil die Gewerkschaftsmitglieder von ver.di diese in Aktionen und öffentlichen Veranstaltungen breit getragen haben. Wir fordern alle auf, sich in ver.di zu organisieren. Die aktuellen Entwicklungen erfordern unser aktives Einmischen für die Beschäftigten der Unternehmen. Nur mit ihnen gemeinsam können wir Tarifverträge sichern.“ Mit dem Tarifabschluss in der TG Energie sei nicht nur mehr Geld für die Beschäftigten erreicht, vielmehr sei durch die unbefristete Übernahme der Auszubildenden eine unschätzbare Beschäftigungsbrücke für junge Menschen geschaffen worden.