Handel

Tarifkampf im Einzelhandel geht weiter

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Tarifkampf im Einzelhandel geht weiter

3. Verhandlungsrunde im bayerischen Einzelhandel brachte Fortschritte aber keinen Durchbruch

Die über fünfhundert Streikaktionen im bayerischen Einzelhandel brachten zwar Bewegung in die Tarifverhandlungen und ein neues Angebot, ein Durchbruch konnte aber nicht erzielt werden. Dazu liegt nach Auffassung von ver.di das Angebot zu weit von den Erwartungen der Beschäftigten entfernt. Die Arbeitgeber rückten nach zwei Monaten nun endlich von ihrem Vorhaben ab, nicht tabellenwirksame Einmalzahlungen als Ersatz für eine Reallohnsteigerung und Anhebung des Niveaus im Einzelhandel. Ihr Angebot von 2,0 % nach zwei Nullmonaten in diesem Jahr und 1,8 % im nächsten Jahr bedeutet Reallohnsenkungen und die Gefahr der akuten Altersarmut wird nicht verkleinert.

„Nur der massiven Bewegung in den Betrieben ist das neue Angebot der Arbeitgeber zu verdanken. Aber auch mit diesem neuen Angebot haben die Beschäftigten real am Jahresende weniger Geld in der Tasche als am Jahresanfang, da es die Preissteigerungen nicht ausgleicht“, erklärt Hubert Thiermeyer, ver.di Verhandlungsführer in Bayern.

„Vor dem Hintergrund, dass 70% der Beschäftigten im Einzelhandel akut von Altersarmut bedroht sind, helfen deutliche Entgelterhöhungen und eine gesetzliche Rentenreform zugunsten der Beschäftigten, um Menschen ein würdevolles Leben im Alter zu ermöglichen. Davon ist das Angebot noch weit entfernt.“, erläutert Hubert Thiermeyer die Ablehnung der ver.di Tarifkommission.

Unmittelbar nach dem ergebnislosen Ende der Tarifverhandlungen traten Beschäftigte in mehreren Betrieben aus dem laufenden Geschäft in den Ausstand, um ihre Haltung deutlich zu machen.

Am Samstag ist mit weiteren Streikaktionen im bayerischen Einzelhandel zu rechnen.

Die Tarifverhandlungen im bayerischen Einzelhandel werden am 08.08.2017 fortgesetzt.