Finanzdienstleistungen

Branchen und Konzerndaten der Kreditwirtschaft 2017

Finanzdienstleistungen

Branchen und Konzerndaten der Kreditwirtschaft 2017

Auch in diesem Jahr hat ver.di die Branchen- und Konzerndaten für die Kreditwirtschaft wieder auswerten lassen. Ausführlich dazu siehe angefügte Datei.

Die Kernaussagen:

  • Die Ertragslage der Kreditwirtschaft blieb trotz nach wie vor großen Herausforderungen im Geschäftsjahr 2016 insgesamt stabil. Daneben nimmt die Widerstandsfähigkeit des deutschen Bankensystems im Wettbewerb durch die Erhöhung der Kapitalquoten und den Rückgang des Verschuldungsgrades weiter zu.

  • Alle drei Bankengruppen haben sich in ihrer Geschäftspolitik auf Niedrigzinsen eingestellt und Operative Erträge z.T. nur knapp unter Vorjahresniveau realisiert. Auch dank einer kräftigen Binnennachfrage zahlte sich die Tragfähigkeit des Geschäftsmodells, aus Einlagen Kredite zu machen, trotz schwierigem Zinsumfeld in relativ stabilen operativen Erträgen aus.

  • Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft ist wiederum niedriger als im Vorjahr. Eine vorsichtige Risikopolitik und die wirtschaftlich gute Verfassung der deutschen Volkswirtschaft, vor allem auch die guten Bonitäten mittelständischer Kunden, trugen maßgeblich zu insgesamt positiven Effekten im Bewertungsergebnis bei.

  • Der Rückgang der Zahl an Beschäftigten in der Kreditwirtschaft setzt sich unvermindert über alle drei Bankengruppen fort und nimmt weiter an Tempo zu. Durchweg ziehen sich alle drei Bankengruppen spürbar aus der Fläche zurück und verzeichnen (nach ersten Berechnungen) 2016 den höchsten Beschäftigtenrückgang der vergangenen zwölf Jahre.

  • Investitionen in moderne IT-Systeme zur Umsetzung anspruchsvoller Digitalisierungsprojekte sind mit steigendem Sachaufwand verbunden. Insbesondere bei den Öffentlichen und den Genossenschaftsbanken hat das zu einer Verstärkung des Konzentrationsprozesses geführt, um durch steigende Skaleneffekte die Kosteneffizienz zu erhöhen. Daneben wird noch immer reflexartig über alle Bankengruppen hinweg versucht, zuerst an den Personalkosten zu sparen. Kundenorientierte Filialen und eine effiziente Abwicklung von Backoffice- und regulatorischen Pflichtaufgaben erfordern jedoch einmal mehr gut qualifizierte und motivierte Beschäftigte.